Prasat Sikhoraphum – Das Sandstein-Erbe des südlichen Isan



Prasat Sikhoraphum (ausgesprochen: Si–Kho–Ra–Phum) ist ein antiker Steintempel im Bezirk Sikhoraphum, Provinz Surin, im Nordosten Thailands.
Er gilt als eine der schönsten und am besten erhaltenen Tempelanlagen im südlichen Isan, insbesondere aufgrund seiner noch deutlich erkennbaren Skulpturen der Khmer-Kunst, die bis heute in bemerkenswerter Vollständigkeit erhalten geblieben sind.
Geschichte und Epoche
Prasat Sikhoraphum wurde im 17.–18. buddhistischen Jahrhundert (etwa im 11.–12. Jahrhundert n. Chr.) erbaut, in einer Zeit, in der das Khmer-Reich seine Blüte erlebte und seinen Einfluss bis in den südlichen Isan Thailands ausdehnte.
Daher steht die Tempelanlage unter dem Einfluss des Baphuon-Stils, benannt nach dem Tempel Baphuon. Zudem zeigen einige Elemente Merkmale des Angkor-Wat-Stils, wie er am berühmten Angkor Wat zu sehen ist. Diese Stilrichtungen spiegeln sich deutlich in den Skulpturen und architektonischen Details der Anlage wider.
































Architektonische Merkmale
Prasat Sikhoraphum besteht aus insgesamt fünf Prang-Türmen, die auf einer gemeinsamen Lateritbasis in quadratischer Anordnung errichtet wurden. Der Hauptturm befindet sich in der Mitte und ist der größte. Er wird von vier Nebentürmen umgeben, die im Osten, Westen, Norden und Süden angeordnet sind.
Verwendete Baumaterialien:
Bedeutende Kunstwerke und Ornamentik
Ein besonderes Highlight von Prasat Sikhoraphum ist der kunstvoll verzierte Türsturz (Lintel) über dem Eingang des Hauptturms.
Vor allem der östliche Türsturz des zentralen Prang ist außergewöhnlich fein gearbeitet: Er zeigt Indra auf dem dreiköpfigen Elefanten Airavata, umgeben von filigranen Rankenornamenten und himmlischen Begleitfiguren. Die Detailgenauigkeit und Eleganz der Schnitzarbeit spiegeln eindrucksvoll das hohe handwerkliche Können der Künstler jener Epoche wider.
Im Inneren des Hauptturms wurden einst Kultbilder sowie eine Yoni-Basis entdeckt. Dies weist darauf hin, dass der Tempel ursprünglich als hinduistisches Heiligtum diente, insbesondere der Shaiva-Tradition (Verehrung von Shiva) gewidmet war.


































Erhaltung und Tourismus
Prasat Sikhoraphum wurde vom Fine Arts Department restauriert und bereits im Jahr 1935 (B.E. 2478) als nationales Denkmal Thailands registriert.
Heute gilt die Tempelanlage als eine der wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten der Provinz Surin. Sie ist besonders beliebt bei Schülern, Studierenden sowie bei Touristen, die sich für die klassische Khmer-Kunst und antike Architektur interessieren.
Prasat Sikhoraphum liegt an der Nationalstraße Nr. 2077 (Surin–Sikhoraphum) und befindet sich etwa 35 Kilometer vom Stadtzentrum von Surin entfernt.
Besucher können die Tempelanlage bequem mit dem eigenen Auto erreichen oder öffentliche Busse nutzen, die durch den Bezirk Sikhoraphum verkehren.
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