


Er ist das größte und bedeutendste archäologische Monument innerhalb der Ta-Muen-Tempelgruppe.
Er befindet sich im Tambon Ban Charoen, Amphoe Phanom Dong Rak, Provinz Surin, direkt an der thailändisch-kambodschanischen Grenze.
Der Tempel liegt auf dem Kamm des Phanom-Dong-Rak-Gebirges, das in der Vergangenheit eine bedeutende antike Route zwischen Angkor (Kambodscha) und dem Gebiet des Mun-Flussbeckens darstellte.
Es handelt sich um eine große Tempelanlage, die aus Sandstein und Laterit errichtet wurde und aus drei Türmen besteht.
Der Hauptturm ist der größte und besitzt einen quadratischen Grundriss mit eingezogenen Ecken. Im zentralen Innenraum befindet sich ein Lingam, das Symbol für Shiva (Ishvara), die höchste Gottheit im Hinduismus des shivaitischen Glaubens.
Die Gestalt dieses Lingams wurde aus einem natürlichen Sandsteinblock geformt, der bereits ursprünglich an diesem Ort eine lingamähnliche Form besaß. Später wurde der Tempel darüber errichtet. Man nimmt an, dass es sich um einen sogenannten Svayambhu-Lingam handelt – einen „selbstentstandenen“ Lingam, der im Shivaismus als besonders heilig gilt.
Der Haupttempel verfügt über Toranlagen in alle vier Himmelsrichtungen. Das südliche Portal ist mit einer vorgelagerten Vorhalle (Mandapa) verbunden, die in drei Räume unterteilt ist. Das Dach besteht aus Sandstein.
Am Sockel des Hauptturms befinden sich Reliefs mit stehenden Gottheiten. Zudem wurde ein Sandstein-Tympanon gefunden, das eine kniende Gottheit in einer Nische über einem Kala-Motiv zeigt, aus dessen Mund Girlanden hervorgehen.
Es gibt zwei Nebentempel beziehungsweise kleinere Prangs (Satellitentürme).
Sie wurden aus Sandstein errichtet und befinden sich hinter dem Haupttempel, leicht nach links und rechts versetzt.
Der Grundriss ist quadratisch mit eingezogenen Ecken. Der Eingang liegt an der Südseite, während die übrigen drei Seiten als Scheintüren (Blindportale) gestaltet sind.
Es gibt zwei Bibliotheksgebäude (Bannalai).
Sie wurden aus Laterit errichtet.
Ein Gebäude befindet sich südöstlich des Haupttempels und besitzt einen rechteckigen Grundriss.
Das andere liegt südwestlich des Haupttempels und hat einen quadratischen Grundriss.
Eine umlaufende Galerie (Kreuzgang) umgibt die Anlage. Die Torbauten (Gopura) wurden aus Sandstein errichtet und folgen einem quadratischen Grundriss. Der innere Umgang ist etwa 1,40 Meter breit.
Es gibt Toranlagen in allen vier Himmelsrichtungen. Die Tore im Norden, Osten und Westen sind gleich gestaltet, während das südliche Tor das größte ist und als Hauptzugang dient. Es ist in drei Räume unterteilt; der mittlere Raum besitzt einen kreuzförmigen Grundriss. Die Fenster sind mit steinernen Balustern versehen.
Im Bereich dieser Galerie wurde zudem eine Inschrift in altkhmerischer Schrift sowie in Sanskrit und Khmer entdeckt. Die Schriftzeichen stammen aus dem späten 16. buddhistischen Jahrhundert. Der Inhalt preist Shiva und nennt die Namen von Dienern und Beamten, die für die Pflege und den Unterhalt dieses Heiligtums verantwortlich waren (übersetzt von Frau Kongkaew Wiraprachak, Nationalbibliothek, Fine Arts Department).












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